Das Jahr neigt sich dem Ende und überall gibt es Jahresrückblicke. Eigentlich ist das nicht so mein Ding, aber in den letzten Tagen habe ich dann doch mehrmals mich dabei ertappt, wie ich auf ein Jahr WAR zurück blicke. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich darin, dass WAR mein erstes MMO ist und ich in diesem Jahr fast gleichzeitig zwei mir fast gänzlich unbekannte Welten betrat und sehr viel Zeit dort verbrachte.
Die eine Welt ist die Welt von Warhammer, die mir ein bisschen geläufig war. Die andere ist die Welt der MMOs, mit einer sehr eigenen Sprache und vielen, unterschiedlichsten Menschen.
Aber eigentlich lässt sich mein Jahr in War in zwei andere Abschnitte unterteilen. Ich nenne die beiden mal „Schülerzeit“ und „Meisterzeit“. Beginn ich mal mit erstere: Ich zähle meine Schülerzeit ab Ende Januar 2009 als ich nach ausprobieren mehrer Charaktere im T1 mich für meine Erzmagierin und für Huss entschieden hatte. Anfang Februar habe ich mich dann Gefährten angeschlossen, die ich immer noch im Kampf begleite. Ab hier habe ich eigentlich erst wirklich viel mit anderen zusammengespielt, davor war ich doch meist alleine durch die Gegend gezogen. Und dem Zeitpunkt des Gildenbeitritts hat sich auch merklich die von mir im Spiel verbrachte Zeit erhöht. So vieles gab es zu tun, sei es im RvR die Zerstörung zurück zu drängen, die Kanalisation von Altdorf zu erkunden, sich langsam in den Düsterberg wagen und bei jedem neuen Gebiet gespannt sein, was einen nun erwartet. Immer die Neugier, was kommt danach. Ich erinnere ich mich noch auf Huss an den Augenblicke als ich das erste Mal dabei war, als eine Festung fiel. Das erste Mal die Krypten und Tunnel unter Altdorf erkundet, das erste Mal das verlorene Tal gesehen und die Immerkönigin befreit.
Damit endete die Zeit des Staunens und des Neuentdeckens. Es kam die Zeit der Routine, die Zeit des Twinkens, die Zeit des ausgiebigen RvRs. Dann in den letzten Monaten die Zeit der Städte, diesmal nicht die unterirdischen Teile sondern der Kampf gegen die Zerstörung in den eigenen Gassen. Diese Zeit hat ihre Vorzüge und ihre Schwächen, aber das ist die Zeit der Mitspieler, die mich bei WAR halten, mit denen ich lachen kann, mit denen ich diskutieren kann, aber mit denen ich mich auch mal während stinklangweiliger Stadtangriffe unterhalten und schimpfen kann. Die mir auch mal meine Ungeduld verzeihen (hoffe ich jedenfalls
)
Ich habe am Anfang von zwei Welten gesprochen, die aber sehr stark miteinander verknüpft sind. So habe ich das Kommen neuer, aber auch das Gehen alter Gefährten erlebt. So habe ich viele lustige Zeiten erlebt (auch das zweistündige Rumstehen in Caledor kann Spaß machen mit den richtigen Leuten ), ein paar Leute im wirklichen Leben kennengelernt (jaja, Zwerge sind nicht immer klein und dick und Feuerzauberer haben in wirklichen Leben auch keine rotglühenden Augen
), einige gute Gespräche geführt (was bewegt Ilanaya in den Kampf zu ziehen), melancholische Momente (so hat sich Ilani innerhalb zweier Tage von zwei tapferen Gefährtinnen verabschiedet, mit denen sie davor Wochenlang durch die Gegend zog, aber es ist Krieg und nicht jeder Krieger, der die Stadttore verlässt, kehrt auch wieder zurück).
Es sind genau diese Menschen, die mich bei WAR halten, denn die Zeit der Schülerschaft, die Zeit des Staunens, die Zeit der Erkundungen, ist unwiderbringlich vorbei. Und diesen Menschen danke ich für die schöne Zeit im Spiel.
Was waren für euch erinnerungswürdige Momente in WAR 2009?
Neue Kommetare